Nachmittags riecht es im Haus nach Kuchen. Was es gibt, wechselt täglich – gebacken wird am Morgen, nicht auf Vorrat. Sie sitzen dazu in der Tenne oder, wenn das Wetter mitspielt, draußen auf der Terrasse.
Neben den Klassikern – Käsekuchen, brauner Kirschkuchen – steht wechselnd eine Torte auf der Platte, etwa Himbeer-Mascarpone. Im Frühjahr und Sommer belegen wir Obstkuchen mit dem, was der Garten hergibt: Erdbeeren, Johannisbeeren, Rhabarber, später Zwetschgen und Äpfel. Gluten- und laktosefreie Varianten gehören zum wechselnden Programm.
Warum unser Kuchen anders schmeckt
Wir backen mit alten Getreidesorten – Emmer, Dinkel, Einkorn. Auf Weizen verzichten wir, abgesehen von den Urweizensorten Emmer und Einkorn, vollständig. Den Bioland-Dinkel bauen Höfe in Ostfriesland an, wir beziehen ihn von einer Mühle aus der Nachbarschaft und mahlen das Mehl selbst.
Der Tortenguss ist Bio und kommt ohne Gelatine aus, gebacken wird mit Weinsteinbackpulver ohne Phosphat. Das Obst aus unserem Garten wächst ohne chemischen Dünger und ohne Pestizide. Dass der Kuchen trotzdem – oder gerade deshalb – schmeckt, probieren Sie am besten selbst.
Eine ostfriesische Teetied
Ein Stück Kuchen, eine Kanne Tee oder Kaffee, kein Termin im Nacken: Für uns gehört das zum Erholen dazu. Schreiben Sie Postkarten, unterhalten Sie sich, hängen Sie Ihren Gedanken nach. Der Nachmittag darf ruhig lang werden.